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Windkräfte & Schneelastzonen

 

Windkräfte

Der Wind erzeugt an einem Hindernis positiven und negativen (Sog) Druck. An der windzugewandten Seite wirkt dieser als Druckkraft; an der windabgewandten Seite, hauptsächlich an Ecken und Kanten, als Zugkraft. Die Druck- und Zugkräfte treten gleichzeitig am Hindernis (z. B. PV-Anlage) auf. Der Einfluss dieser Kräfte ist stark von der Form und Neigung (z. B. Dachneigung) abhängig. Der Staudruck wird deshalb mit den Formbeiwerten (DIN 1055 T4), auch aerodynamische Kraftbeiwerte genannt, multipliziert. Während für positive Drücke Formbeiwerte <1 definiert sind, haben negative Drücke (Sog) Formbeiwerte >1 (z. B. Sattel- und Pultdächer 8−25° Dachneigung mit Faktor 3,2 in Eckbereichen).

 

Schneelastzonen

Schneelasten (Schneelastzonen) und Windlasten sind regional unterschiedlich. Klimatische Bedingungen haben Einfluss auf die Ausführung und Statik von Bauwerken. Schneelasten werden in fünf Schneelastzonen eingeteilt. Schneelasten und Windlasten wirken im Allgemeinen als Flächenlast auf die Grundfläche. Schneelasten wirken in Richtung der Gravitation, also senkrecht nach unten; Windlasten in der Regel parallel zum ebenen Grund. Die Berechnung erfolgt nach ÖNORM B 1991-1-3 Ausgabe 2005-11-1 (ÖNORM EN1991-1-3). Die in der Karte dargestellte Zoneneinteilung beruht auf langjährig ermittelten meteorologischen Daten mit einer Wiederkehrperiode von 50 Jahren. Dabei wurde das Gebiet von Österreich in vier Lastzonen unterteilt, Staueffekte und die Abschirmung durch vorgelagerte Gebirgsketten wurden berücksichtigt. In unmittelbarer Nähe von Zonenbegrenzungen muss das arithmetische Mittel der Schneelasten gebildet werden bzw. im Zweifelsfall ist der höhere Wert maßgebend.

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